Traditionelle europäische Naturheilkunde (TEN)
Die europäische Medizin ist seit über 4000 Jahren fest mit unserem Erbe verbunden. Ihr reicher Wissenschatz geht weit über “Omas Kräutergarten” hinaus.
Ursprung
Der Ursprung der traditionellen europäischen Medizin liegt wahrscheinlich in der mesopotamischen Kultur. Bekannte Namen wie Pythagoras, Sokrates, Platon, Hippokrates, Avicenna, Galen oder Hildegard von Bingen und Paracelsus prägten dieses Medizinsystem.
Doch auch bereits an Ötzi konnten Tättowierungen nachgewiesen werden, welche der Steinzeitmann auf Körperstellen trug, die exakt darauf abgestimmt waren, um seine Leiden zu lindern. Auch konnten in seinem Magen und in seinem Lederbeutel Kräuter gefunden werden, welche bis heute für ihre heilsame Wirkung bekannt sind. Folglich war die Wirkung von Meridianpunkten und Heilkräutern bereits vor über 5000 Jahren auch in Europa bekannt und wurden bewusst eingesetzt.
Die Kelten verfügten ebenfalls über ein sehr reiches Wissen an Heilmethoden und Heilkräutern. Die keltischen Druiden wurden während 20 Jahren in ihrem Handwerk unterrichtet. Leider zogen sich die alten Weisen nach dem Untergang der Kelten nach Irland zurück und hielten nur wenig von ihrem Wissen für die Nachwelt fest.
Der griechische Arzt Hippokrates von Kos war der Erste, der das alte Wissen der Druiden und Kräuterfrauen niederschrieb, verfeinerte und deren Wirkung wissenschaftlich orientiert festhielt. Leider geriet es über die Jahre häufig in Vergessenheit und aus der traditionellen Medizin entwickelte sich in Europa unsere heutige Schulmedizin. Heilerinnen wurden als Hexen verbrannt und die natürliche Apotheke nicht selten als Teufelswerk abgetan. Doch Heiler und Ärzte wie z.B. Galen (Humoralmedizin), Hildegard von Bingen, Samuel Hahnemann (Entwickler der Homöopathie), Pfarrer Sebastian Kneipp (Hydrotherapie) oder Rudolf Steiner (Gründer der Anthroposophie) liessen die Naturheilkunde wieder neu aufleben, ergänzten und verfeinerten sie. Nicht zuletzt dank ihnen steht heute zum Glück fast das gesamte Wissen der alten Mediziner wieder zur Verfügung und wurde sehr erfolgreich erweitert.
Die TEN versucht den Menschen ganzheitlich in seinem Individuum zu erfassen und eine Einheit in Körper, Geist und Seele wiederherzustellen.
Humoralmedizin
Die Humoralmedizin (oder 4-Säfte-Lehre) gehört zur Grundlage der traditionellen europäischen Medizin. Bereits in der Antike sind aus Naturbeobachtungen und dem Deuten von Naturphänomenen Erklärungsmodelle für die Geschehnisse der Welt entstanden. Alle Erscheinungen und Lebensprozesse wurden aus den Urenergien – Feuer, Wasser, Luft und Erde – abgeleitet. Das Feuer galt als zielstrebig und engagiert, das Wasser als nachgiebig und weich, die Luft als flexibel und veränderbar und die Erde als fest und beständig. Daraus entstand die 4-Elemente-Lehre. Jedem Element wird anhand seines Charakters ein Funktionsprinzip im Körper zugeordnet. Diese Funktionsprinzipien nennt man «Säfte», daher der Begriff 4-Säfte-Lehre oder Humoralmedizin. Zu diesen vier Säften gehören das Sanguis («Blut»/Element Luft), die Chole («gelbe Galle»/Element Feuer), die Melanchole («schwarze Galle»/Element Erde) und das Phlegma («Schleim»/Element Wasser).
Herrscht im Körper ein Gleichgewicht – eine Eukrasie – dieser vier Säfte ist der Mensch gesund. Ist jedoch ein Funktionsprinzip überbetont oder geschwächt herrscht eine Dyskrasie, resp. eine Erkrankung. Dabei ist die Erkenntnis grundlegend, dass jeder Mensch seine eigene, individuell richtige Mischung – sein eigenes Temperament – besitzt.
Die Humoralmedizin bietet sehr viele Möglichkeiten; weit mehr als ihr Bekanntheitsgrad vermuten lässt. Eine der Charakteristiken der Humoralmedizin ist es, den ganzen Körper als Einheit und nicht etwa einzelne Symptome oder Organe isoliert zu behandeln. Dieser Denkansatz steht konträr zur heutigen Schulmedizin. Unter Berücksichtigung des individuellen Temperamentes, des Lebensstils (Bewegung, Ernährung, Schlafgewohnheiten usw.) und den natürlichen Rhythmen wird ein individueller Behandlungsplan zusammengestellt.
Angebot
Hier dürfen Sie sich gerne über meine häufigsten Therapieformen informier

Phytotherapie
Phytotherapie, auch bekannt als Pflanzenheilkunde, ist die Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten durch den Einsatz von Heilpflanzen und pflanzlichen Arzneimitteln. Sie nutzt die natürlichen Wirkstoffe von Pflanzen, wie etwa ätherische Öle, Alkaloide und Flavonoide, um gesundheitliche Probleme zu lindern. Diese Therapieform kann sowohl in Form von Tees, Tinkturen, Extrakten als auch Salben angewendet werden. Phytotherapie wird oft als sanfte und natürliche Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin betrachtet. Sie ist besonders in Europa weit verbreitet und wissenschaftlich gut untersucht.

Tinkturen
Tinkturen, insbesondere Ceres-Tinkturen, sind hochwertige pflanzliche Heilmittel, die aus frischen, biologisch angebauten Heilpflanzen hergestellt werden. Diese Tinkturen werden durch einen speziellen, schonenden Extraktionsprozess gewonnen, der die volle Wirkkraft der Pflanze erhält. Sie sind hochkonzentriert und werden meist in kleinen Dosen eingesetzt, um das natürliche Gleichgewicht des Körpers zu unterstützen. Tinkturen sind besonders in der Naturheilkunde beliebt, da sie die Heilkräfte der Pflanzen in einer reinen und potenten Form nutzen. Sie werden häufig zur Behandlung von körperlichen und emotionalen Beschwerden eingesetzt.

Spagyrik und Gemmotherapie
Spagyrik ist eine ganzheitliche Therapieform, die auf alchemistischen Prinzipien basiert und pflanzliche Essenzen durch spezielle Herstellungsverfahren wie Gärung, Destillation und Veraschung gewinnt. Diese Verfahren sollen die Heilkräfte der Pflanze verstärken, indem sie ihre „geistigen“, „seelischen“ und „körperlichen“ Anteile vereinen. Spagyrische Mittel werden gerne in der Prozessarbeit eingesetzt um systemisch Veränderungen herbeizuführen.
Gemmotherapie ist eine spezielle Form der Pflanzenheilkunde, die junge Pflanzenteile wie Knospen, Triebe und Wurzeln verwendet, da diese hohe Konzentrationen an Vitalstoffen enthalten. Diese pflanzlichen Knospenauszüge sollen regenerative und verjüngende Wirkungen haben und werden oft zur Entgiftung und Stärkung des Körpers eingesetzt.

Mykotherapie
Mykotherapie ist eine Therapieform, die Heilpilze zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten einsetzt. Diese Pilze enthalten bioaktive Substanzen wie Polysaccharide, Vitamine und Mineralien, die das Immunsystem stärken, Entzündungen hemmen und die allgemeine Gesundheit fördern können. Mykotherapie wird oft bei chronischen Erkrankungen, zur Stärkung des Immunsystems und zur Unterstützung der Regeneration angewendet. Die Therapie basiert auf dem traditionellen Wissen, vor allem aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), und wird zunehmend auch in der westlichen Naturheilkunde genutzt.

Nahrungsergänzung
